Soziale Medien · 6 Min. Lesezeit

Begleiteter Modus bei TikTok (elterliche Aufsicht)

Mit dem Begleiteten Modus legen Eltern über ihr eigenes TikTok-Konto Bildschirmzeit, Inhaltsfilter und Datenschutzeinstellungen ihres 13- bis 17-jährigen Kindes fest. Für die Verbindung werden beide Smartphones gebraucht: Das Kind scannt den QR-Code des Elternteils und bestätigt die Verknüpfung.

In diesem Artikel
  1. Was wird für den Begleiteten Modus benötigt?
  2. Schritte zum Verbinden
  3. Was können Eltern einstellen?
  4. Was Eltern sehen und was nicht
  5. Standards für Minderjährige, auch ohne Kopplung
  6. Die Kopplung aufheben
  7. Typische Probleme und Lösungen
  8. Wenn es nicht klappt

Was wird für den Begleiteten Modus benötigt?

  • Zwei Konten: Der Elternteil oder Erziehungsberechtigte braucht ein eigenes TikTok-Konto; das Konto des Kindes lässt sich nicht über eine externe Aufsichtsseite ohne Konto verwalten.
  • Alter: Die Funktion richtet sich an 13- bis 17-Jährige. Das Mindestalter bei TikTok liegt in der Regel bei 13 Jahren; jüngere Kinder können kein reguläres Konto haben. Zur Registrierung: TikTok-Konto erstellen: Schritt für Schritt.
  • Beide Smartphones: Für die Verbindung muss das Kind auf seinem Smartphone im eigenen Konto angemeldet sein und den Kamerazugriff zum Scannen des QR-Codes erlauben. Bei Anmeldeproblemen: Bei TikTok anmelden: am Smartphone, am Computer und am Fernseher.
  • App: Der Begleitete Modus ist in der TikTok-App für Smartphones verfügbar, nicht in der Browser-Version.
  • Mehrere Kinder: Mit einem Elternkonto lassen sich mehrere Kinderkonten verbinden; jedes muss einzeln gekoppelt werden.

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Die beiden Konten verbinden
  1. Elternteil: Profil → Menü → Einstellungen und Datenschutz
  2. Begleiteter Modus → Rolle Elternteil → QR-Code
  3. Kind: dasselbe Menü → Rolle Kind (Teenager)
  4. QR-Code scannen oder Einladungslink öffnen
  5. Verknüpfung der Konten bestätigen

Schritte zum Verbinden

  1. Auf dem Smartphone des Elternteils TikTok öffnen und unten rechts auf das Profilsymbol tippen.
  2. Über das Menüsymbol oben rechts (drei waagerechte Striche) das Menü Einstellungen und Datenschutz öffnen.
  3. Bis zum Menüpunkt Begleiteter Modus scrollen und nach der Einführung fortfahren.
  4. Die Rolle Elternteil (Erziehungsberechtigter) wählen. Auf dem Bildschirm erscheint ein QR-Code; in neueren Versionen lässt sich auch ein Einladungslink senden.
  5. Auf dem Smartphone des Kindes ebenso den Menüpunkt Begleiteter Modus öffnen und die Rolle Kind (Teenager) wählen.
  6. Mit dem Smartphone des Kindes den QR-Code des Elternteils scannen oder den erhaltenen Link öffnen.
  7. Auf dem Smartphone des Kindes wird angezeigt, was der Elternteil ändern kann. Das am besten gemeinsam lesen und dann die Verknüpfung der Konten bestätigen.
  8. Danach verwaltet der Elternteil die Einstellungen im eigenen Menü Begleiteter Modus durch Tippen auf den Namen des Kindes.

Was können Eltern einstellen?

Die Einstellungen sind auf dem Smartphone des Elternteils im Menü Begleiteter Modus durch Tippen auf den Namen des Kindes erreichbar. Das Kind sieht die Änderungen in seinem eigenen Konto, kann die vom Elternteil festgelegten Grenzen aber nicht lockern.

  • Tägliche Bildschirmzeit: Ein Tageslimit lässt sich festlegen, auch je nach Wochentag unterschiedlich. Erreicht das Kind es, kann es nur mit einem individuellen Code vom Elternteil weitermachen. In einer Übersicht sieht der Elternteil auch, wie viel Zeit das Kind tagsüber und nachts in der App verbringt und wie oft es sie öffnet.
  • Auszeit (Time Away): Wiederkehrende Zeiträume lassen sich festlegen, in denen TikTok nicht nutzbar ist, etwa Schulzeit, Familienessen oder Nacht. Das Kind kann dann zusätzliche Zeit erbitten, die Entscheidung trifft aber der Elternteil.
  • Benachrichtigungen stummschalten: Der Elternteil kann planen, wann das Kind keine Push-Benachrichtigungen erhält.
  • Eingeschränkter Modus: filtert einen Teil der Inhalte heraus, die nicht für alle Altersgruppen geeignet sind. Ist er aktiviert, kann sich das Kind nicht abmelden und nicht das Konto wechseln.
  • Filter nach Stichwörtern: Es lässt sich festlegen, dass Videos mit bestimmten Wörtern oder Hashtags nicht im Feed des Kindes erscheinen.
  • STEM-Feed: eigener Feed mit Inhalten aus Wissenschaft, Technik und Mathematik; hat das Kind ihn ausgeschaltet, kann der Elternteil ihn wieder einschalten. Details: TikTok-Hilfebereich: STEM-Feed.
  • Datenschutz: Das Konto lässt sich auf privat stellen, und es lässt sich abschalten, dass TikTok das Konto des Kindes anderen vorschlägt.
  • Kontaktaufnahme: Eingrenzbar ist, wer kommentieren darf, wer das Kind erwähnen darf, wer seine gelikten Videos sieht und bei 16- und 17-Jährigen, wer ihnen Direktnachrichten senden darf.
  • Suche: Älteren Beschreibungen zufolge lässt sich auch die Suche abschalten; diese Möglichkeit kann sich mit Änderungen der Oberfläche geändert haben.

Was Eltern sehen und was nicht

  • Sichtbar: wem das Kind folgt, wer ihm folgt und wen es blockiert hat; welche Themen es zur Gestaltung seines Feeds gewählt hat; bei 16- und 17-Jährigen, ob das Herunterladen ihrer Videos sowie Duett und Stitch erlaubt sind.
  • Blockieren im Namen des Kindes: Seit 2025 können auch Eltern ein Konto für das Kind blockieren; das Kind kann die Aufhebung erbitten, die Entscheidung trifft aber der Elternteil. Die Funktion startete zuerst in Europa.
  • Benachrichtigung bei Meldungen: Meldet das Kind ein Video, kann es auch den Elternteil benachrichtigen; das gemeldete Video selbst sieht der Elternteil nicht.
  • Benachrichtigung bei Uploads: TikTok testet, dass der Elternteil benachrichtigt wird, wenn das Kind ein für andere sichtbares Video, eine Story oder ein Foto veröffentlicht.
  • Nicht sichtbar: der Inhalt der Direktnachrichten des Kindes und welche Videos es genau angesehen hat. Der Begleitete Modus bietet Einstellungen, keine Überwachung.

Standards für Minderjährige, auch ohne Kopplung

Für Konten unter 18 Jahren gelten bei TikTok strengere Standardeinstellungen. Ein Teil davon hängt vom Alter der Nutzer ab; deshalb ist es wichtig, bei der Registrierung das echte Geburtsdatum anzugeben.

  • Bildschirmzeit: Unter 18 Jahren gilt standardmäßig ein Tageslimit von 60 Minuten; danach geht es mit der Eingabe eines Codes weiter. Details: Bildschirmzeit-Limit und digitales Wohlbefinden bei TikTok.
  • Privates Konto: Konten von 13- bis 15-Jährigen sind standardmäßig privat, ihre Videos sehen nur bestätigte Follower, und TikTok schlägt ihre Konten anderen nicht vor.
  • Direktnachrichten: unter 16 Jahren nicht verfügbar.
  • Kommentare: Bei 13- bis 15-Jährigen dürfen nur Freunde oder niemand ihre Videos kommentieren.
  • Herunterladen, Duett, Stitch: bei Videos von 13- bis 15-Jährigen dauerhaft deaktiviert, nicht änderbar.
  • Live-Übertragungen: Starten ist nur Volljährigen möglich.
  • Nächtliche Benachrichtigungen: 13- bis 15-Jährige erhalten ab 21 Uhr, 16- und 17-Jährige ab 22 Uhr keine Push-Benachrichtigungen.
  • Abendliche Unterbrechung: Nach 22 Uhr unterbricht bei unter 18-Jährigen eine bildschirmfüllende Erinnerung mit angeleiteter Meditation den Feed; scrollt das Kind weiter, folgt eine zweite, schwerer zu schließende Erinnerung.

Die Kopplung aufheben

  • Die Verbindung lässt sich im Menü Begleiteter Modus nach Auswahl des Kontos aufheben, auch vom Smartphone des Kindes aus.
  • Laut TikTok erhält der Elternteil eine Push-Benachrichtigung und eine Nachricht, wenn das Kind die Verbindung trennt, und die Einstellungen bleiben 48 Stunden lang gesperrt.
  • Nach dem Ende der Kopplung gelten für das Konto des Kindes wieder die altersgemäßen Standardeinstellungen.
  • Es lohnt sich, vorher zu besprechen, warum die Kopplung eingerichtet wird und welche Grenzen gelten sollen. Eine heimlich oder unter Zwang eingerichtete Aufsicht umgeht das Kind leichter, zum Beispiel mit einem zweiten Konto.

Typische Probleme und Lösungen

  • Der Menüpunkt Begleiteter Modus erscheint nicht: die App aktualisieren. In der Browser-Version von TikTok gibt es dieses Menü nicht.
  • Das Kind kann den QR-Code nicht scannen: auf dem Smartphone des Kindes den Kamerazugriff für TikTok erlauben oder den Einladungslink verwenden.
  • Das Konto des Kindes ist als volljährig eingetragen: Wurde bei der Registrierung ein Geburtsdatum über 18 Jahren angegeben, gelten die Standards für Minderjährige nicht. Dann kann ein neues Konto mit dem echten Geburtsdatum die bessere Lösung für das Kind sein.
  • Das Kind hat zwei Konten: Die Kopplung gilt nur für ein Konto. Der aktivierte Eingeschränkte Modus verhindert den Kontowechsel auf dem betreffenden Smartphone.

Wenn es nicht klappt

Braucht auch der Elternteil ein TikTok-Konto?

Ja. Der Begleitete Modus funktioniert durch die Verbindung zweier TikTok-Konten, daher muss sich auch der Elternteil registrieren. Im eigenen Konto muss er keine Videos veröffentlichen.

Können Eltern die Nachrichten des Kindes lesen?

Nein. Eltern können festlegen, wer dem Kind schreiben darf, sehen aber nicht den Inhalt der Nachrichten. Unter 16 Jahren sind Direktnachrichten ohnehin nicht verfügbar.

Merkt das Kind, wenn der Elternteil etwas ändert?

Ja, die Einstellungen sind auch im Konto des Kindes sichtbar, und die vom Elternteil festgelegten Grenzen kann das Kind nicht lockern. Heimliche Überwachung ist nicht das Ziel, auch TikTok empfiehlt eine gemeinsame Vereinbarung.

Was passiert, wenn das Kind die Kopplung aufhebt?

Laut TikTok wird der Elternteil benachrichtigt, und die Einstellungen bleiben 48 Stunden lang gesperrt. Danach gelten für das Konto des Kindes die altersgemäßen Standardeinstellungen.

Gibt es eine ähnliche elterliche Aufsicht auf Instagram?

Ja, dort gibt es Teen-Konten und elterliche Aufsicht, mit anderen Einstellungen. Details: Teen-Konten und elterliche Aufsicht auf Instagram.

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