Privatsphäre-Einstellungen und privates Konto auf Instagram
Bei einem privaten Konto sehen nur bestätigte Follower die Beiträge und Storys, bei einem öffentlichen Konto alle. Neben der Privat-Einstellung lässt sich getrennt regeln, wer kommentieren darf, wer Nachrichten senden kann und wer eine bestimmte Story sehen darf.
In diesem Artikel
Privates oder öffentliches Konto?
- Öffentliches Konto: Beiträge, Reels und Storys kann jeder sehen, auch außerhalb von Instagram, und jeder kann dem Konto ohne Bestätigung folgen.
- Privates Konto: Nur bestätigte Follower sehen Beiträge, Storys sowie die Listen der Follower und gefolgten Konten. Neue Follower-Anfragen müssen einzeln angenommen werden.
- Was auch bei privaten Konten öffentlich ist: Profilbild, Name, Benutzername, Bio sowie die Zahl der Follower und Beiträge.
- Wenn das Konto auf privat umgestellt wird: Bestehende Follower bleiben. Wer nicht unter den Followern bleiben soll, muss aus der Follower-Liste entfernt werden.
- Bei Jugendlichen: Unter 18 Jahren ist das Konto standardmäßig privat; unter 16 Jahren ist für die Umstellung auf öffentlich die Zustimmung der Eltern nötig. Details: Teen-Konten und elterliche Aufsicht auf Instagram.
- Bei professionellen Konten: Ein Unternehmenskonto kann nicht privat sein: Instagram-Profil einrichten.
Konto auf privat stellen
- In der App unten rechts auf das Profilbild und dann oben rechts auf das Menüsymbol (drei Striche) tippen.
- In den Einstellungen den Bereich zur Sichtbarkeit („Wer kann deine Inhalte sehen“) und darin den Punkt „Konto-Privatsphäre“ öffnen.
- Den Schalter „Privates Konto“ aktivieren und die Umstellung bestätigen.
- Im Browser befindet sich derselbe Schalter im Menü „Mehr“ unten links unter „Einstellungen“.
- Rückgängig machen lässt sich das an derselben Stelle durch Ausschalten des Schalters. Ausstehende Follower-Anfragen werden dann automatisch angenommen.
Wer kann die Storys sehen?
- „Enge Freunde“: eine eigene Liste, deren Mitglieder gesonderte, mit grünem Kreis markierte Storys sehen. Die Mitglieder werden nicht benachrichtigt, dass sie auf die Liste gesetzt wurden, und niemand sonst sieht, wer darauf steht.
- Storys vor bestimmten Personen verbergen: Im Bereich der Einstellungen zu Storys lassen sich Personen auswählen, die Storys und Live-Übertragungen nicht sehen dürfen. Sie bleiben weiterhin Follower und sehen die Beiträge.
- Antworten auf Storys: Einstellbar ist, ob alle, nur gefolgte Konten oder niemand per Nachricht auf Storys antworten darf.
- Teilen: Es lässt sich abschalten, dass andere Beiträge und Storys in ihrer eigenen Story oder per Nachricht weiterleiten.
- Archiv: Abgelaufene Storys landen standardmäßig im eigenen Archiv; das sieht nur der Kontoinhaber.
Wer darf kommentieren und markieren?
- Kommentare: Eingrenzbar ist, ob alle, nur Follower, nur gefolgte Konten oder beide Gruppen zusammen kommentieren dürfen. Bei einzelnen Beiträgen lassen sich Kommentare vor der Veröffentlichung auch ganz abschalten.
- Verborgene Wörter: Wörter, Ausdrücke und Emojis lassen sich festlegen; Kommentare und Nachrichtenanfragen, die sie enthalten, blendet Instagram aus. Für beleidigende Ausdrücke gibt es auch einen eingebauten Filter.
- Markierungen und Erwähnungen: Einstellbar ist, wer das Konto auf Bildern markieren und wer es erwähnen darf (@benutzername). Markierungen lassen sich an eine manuelle Freigabe knüpfen, sodass sie erst nach Bestätigung im Profil erscheinen.
- Anzahl der Likes: Die Zahl der Likes und Aufrufe eigener Beiträge lässt sich ausblenden, ebenso deren Anzeige bei Beiträgen anderer.
Wer darf Nachrichten senden?
- In den Einstellungen zu Nachrichten lässt sich für Follower, gefolgte Konten und Unbekannte getrennt festlegen, wer direkt schreiben darf, wessen Nachrichten als Anfrage ankommen und wer gar nicht schreiben darf.
- Nachrichtenanfragen landen in einem eigenen Ordner; der Absender sieht nicht, ob die Nachricht gelesen wurde, solange die Anfrage nicht angenommen ist.
- Der Aktivitätsstatus (grüner Punkt, „Gerade aktiv“) lässt sich ausschalten. Dann sieht der Kontoinhaber auch den Status anderer nicht.
- Hinter Nachrichten von Unbekannten steckt oft Betrug (falsche Gewinne, Investitionen, Erpressung). Hilfreich zum Erkennen: Häufige Betrugsmaschen auf Facebook und im Messenger.
- Einschränken: Kommentare sieht nur die Person selbst
- Nachrichten landen in den Anfragen
- Die Person wird nicht benachrichtigt
- Blockieren: kein Zugriff auf das Profil, keine Nachrichten
- Auch neue Konten der Person lassen sich blockieren
- Jederzeit aufhebbar
Einschränken, stummschalten und blockieren
Alle drei Funktionen sind im Profil des anderen Kontos über das Menü „…“ oben rechts erreichbar und lassen sich später in den Einstellungen im Bereich zu Kontakten verwalten. In keinem Fall wird die andere Person benachrichtigt.
- Einschränken: Neue Kommentare des eingeschränkten Kontos sieht nur diese Person selbst, bis der Kontoinhaber sie freigibt. Ihre Nachrichten kommen ohne Benachrichtigung als Anfrage an, und sie sieht nicht, wann der Kontoinhaber aktiv ist oder ob er die Nachricht gelesen hat. Bei Belästigung ein guter erster Schritt, weil er unauffällig ist.
- Stummschalten: Beiträge, Storys oder beides des stummgeschalteten Kontos verschwinden aus dem eigenen Feed, an der Verbindung ändert sich aber nichts: Beide folgen sich weiterhin, und die andere Person sieht alles. Nützlich, wenn Entfolgen auffallen würde, die Inhalte aber seltener erscheinen sollen.
- Blockieren: Das blockierte Konto findet das Profil nicht, sieht keine Beiträge und Storys, kann keine Nachrichten senden und das Konto nicht markieren. Das Folgen endet in beide Richtungen. Beim Blockieren bietet Instagram an, auch später erstellte neue Konten dieser Person zu sperren.
- Follower entfernen: Bei privaten Konten sieht eine aus der Follower-Liste entfernte Person die Inhalte nicht mehr und wird darüber nicht benachrichtigt; sie kann erneut eine Follower-Anfrage senden.
Standort und weitere Sichtbarkeit
- Instagram-Karte: Auf der Karte, die sich über die Nachrichten öffnen lässt, ist das Teilen des genauen Standorts standardmäßig ausgeschaltet. Wurde es aktiviert, lässt sich in den Karteneinstellungen (Zahnrad) die Option „Niemand“ wählen. Mit Ort markierte Beiträge können unabhängig davon auf der Karte erscheinen.
- Ort in Beiträgen: Der Ort eines Fotos lässt sich vor der Veröffentlichung weglassen; in der Nähe von Wohnung oder Schule ist das ratsam.
- Suchmaschinen: Öffentliche Profile und Beiträge können auch in Google-Ergebnissen erscheinen; bei privaten Konten ist das nicht so.
- Kontakte synchronisieren: Sind die Kontakte des Smartphones hochgeladen, kann Instagram das Konto Personen vorschlagen, die die Telefonnummer gespeichert haben. Das Hochladen lässt sich in der Kontenübersicht abschalten.
- Facebook-Konto: Die Privatsphäre-Einstellungen von Facebook werden getrennt verwaltet: Privatsphäre-Einstellungen: Wer kann was über mich sehen?
Wenn es nicht klappt
Bemerken die Follower, wenn das Konto auf privat gestellt wird?
Sie werden nicht benachrichtigt, und bestehende Follower sehen die Inhalte wie bisher. Nur neue Follower müssen eine Anfrage senden.
Erfährt jemand, dass er auf die Liste „Enge Freunde“ gesetzt wurde?
Eine eigene Benachrichtigung gibt es nicht, aber Storys für enge Freunde sind mit einem grünen Kreis markiert, daran lässt es sich erkennen. Über das Entfernen von der Liste gibt es keinen Hinweis.
Erfährt die andere Person vom Einschränken, Stummschalten oder Blockieren?
Instagram sendet in keinem dieser Fälle eine Benachrichtigung. Nach dem Blockieren kann ihr aber auffallen, dass das Profil nicht erreichbar ist.
Sehen Fremde bei einem privaten Konto die eigenen Kommentare?
Kommentare und Likes bei öffentlichen Beiträgen anderer sieht jeder, der diesen Beitrag öffnet. Die Privat-Einstellung gilt nur für die Inhalte des eigenen Profils.
Was ist bei Belästigung oder Erpressung zu tun?
Nicht antworten und nicht zahlen. Bildschirmfotos sichern, dann das Konto melden und blockieren. Wurde das Konto gehackt, sofort das Passwort ändern und die zweistufige Authentifizierung aktivieren; die Schritte ähneln denen bei Facebook: Facebook-Konto gehackt: was tun?